Argentinien
24. Oktober - 30. Nov. 2011

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tomtab.at
Thomas und Tabitha

30. November - Ushuaia

Die südlichste Stadt der Welt. Wenn auch der südlichste Ort der Welt, Puerto Williams, in Chile liegt. (Und die beiden Nationen streiten ständig wer was am südlichsten hat...).

Das auffälligste an Ushuaia ist, dass es genauso wie alle anderen Städte in Südamerika Siesta von 13h bis ungefähr 17h macht, dann gleicht das Städtchen mehr einer Geisterstadt als einem Tourismusort.

Unser Wunschtraum auf dem Beagle Kanal zu kajaken wurde war! Nochdazu bei nahezu windstillem Wetter - was mehr als außergewöhnlich war. Hier möchten wir uns hochoffiziell bei Bodo, einem Deutschen Backpacker, bedanken, der in der Reiseagentur hartnäckig blieb, bis uns zugesagt wurde, dass wir die Tour machen können. (Vorhergesagt wurde nämlich starker Wind).

In dem Zusammenhang mal ein paar Worte zu Reisebekanntschaften: Es ist nicht nur eine Bereicherung auf der Reise, sondern ein fixer Bestandteil andere Menschen zu treffen und kennezulernen. Mit manchen, wie hier Bodo und Matthias, verbringt man mehrere Tage (und feiert auch mal Matthias Geburtstag) und mit manchen schwatzt man nur einen Abend. Aber egal wie kurz oder lange man jemanden kennenlernt, es sind immer unglaubliche Geschichten, Erlebnisse, Erzählung (wir könnten Sergio stundenlang zuhören). Dazu kommen unzählige Reisetipps und meist jede Menge Spaß. Aber vorallem trifft man unglaublich viele unterschiedliche Persönlichkeiten, jede dieser Begegnungen die wir seit Reisebeginn hatten, ist wahrhaft einzigartig und wir möchten keine dieser Begegnungen missen!

Ushuaia - das Ende der Welt (oder vielleicht doch der Anfang?). .Hafen von Ushuaia

Thomas über Ushuaia. .kleiner schwarzer Punkt in der Bildmitte ist Tabitha mit Französin (Name unbekannt) beim bezwingen des Gletschers!

Kajaken im Beagle Channel. .Das Glück dieser Erde...

Geburtstagsfeier unter Backpackern. .Gewichtsreduktion auf hohem Niveau

 

19. November - El Chaltén

El Calten ist ein Wanderer und Klettereldorado. Für uns war es überdies ein Test wieviel Wind unser Zelt aushält.

Wir hatten unser Zelt an einen vermeindlich windsicheren Ort aufgestellt - als am nächsten Abend der Wind anfing zu zeigen, was in dieser Gegend Wind heißt. Die ganze schlaflose Nacht hatten wir Angst, dass wir gleich mit dem von seitenwind gepeinigten Zelt abfliegen. Ohne Schlaf entschieden wir uns um 7 Uhr morgens das Zelt (während uns der Wind um die Ohren pfiff) umzustellen. Auch wenn der Wind (für Österreicher: Sturm) dort das Zelt immer noch zum Flattern brachte, war es bedeutend leiser und so kamen wir zumindest noch zu drei Stunden Schlaf, bevor wir unsere Wanderung zum Basecamp des Fitz Roy starteten. Es ist nämlich egal wenn man erst Mittags wegwandert, da es ohnehin bis fast 23 Uhr hell ist.

Klara & Kumpel beim Aussichtspunkt Cerro Torre und Fitz Roy. .Fity Roz Basecamp

Unser Zelt hat den Windtest bestanden!. .

Moos-smiley

 

15. November - El Calafate

Nach El Calafate bringen einen nur zwei Gründe:

1) Man besucht den Perito Moreno Gletscher
2) Man fährt weiter zum Wandern nach El Calten

Nachdem für uns beide Gründe wichtig waren, war klar, dass wir die Ruta 40 auf uns nehmen und das kleine Touristenörtchen heimsuchen. Kurz: nett aber unverschämt teuer. Trotzdem war es schön und wir konnten einen riesigen Eisabbruch am Gletscher auf Video bannen!

Is eh net weit nach Hause!. .Klara & Kumpel vorm Perito Moreno

Feuerbüsche vorm Lago Argentino. .Perito Moreno

 

7. November - Puerto Madryn

Eine Region die jedes Tierlieberhaberherz höher schlagen lässt!

Nach dieser Whale watching Tour haben wir beschlossen keine weitere mehr zu machen, es sei den es ist garantiert, dass man wieder Wale direkt neben dem Boot hat! Es war einfach grandios. Es ist nicht die Frage ob man Wale findet, sondern nur zu welchem man fährt um ihn näher zu beobachten. Am Horizont waren ständig mindestens 4 Wale zu sehen. Hier in der Penninsula Valdez kommen die Glattwale um die jungen zu bekommen und so sieht man meist Mutter mit Kalb, wobei so ein Kalb auch schon 6-7 Meter misst. Eines dieser Tiere tauchte mehrere Male unter unserm Boot durch und war teilweise direkt neben dem Boot. Hätte man die Hand weit genug ausgestreckt hätte man es vermutlich fast berühren können!!!

Und so ein 4-5 Tonnen Seeelefantenbulle ist auch nicht ohne, da hält man gerne einen Respektsabstand ein, der wiederum bei den süßen kleinen Seeelefantenbabys gleich mal schrumpft, bis diese kleinen 1 Meter langen Tiere dann doch lautstark ihren Platz beanspruchen.

Klara & Kumpel beim Whalewatching. .

3 Monate alter Seeelefant. .... mit Sicherheitsabstand

Glattwal. .Glattwal kurz vorm Durchtauchen unter unserem Boot

Weltklasse BBQ bei Gasteau mit vielen Gesichtern die wir spaeter wieder getroffen haben.

7. November - Bariloche

In Bariloche fühlten wir uns fast wie zu Hause. Die Landschaft war wunderschön und erinnerte uns an die Heimat - wäre da nicht der Vulkan Hudson (in Chile) gewesen, der ständig Asche in die Stadt bläst. Man sieht den Vulkan zwar nicht, aber der Wind kommt fast ständig aus seiner Richtung. Nach dem Ausbruch lag in der ganzen Stadt 20 cm Asche, die inzwischen aber schon beseitigt wurde, aber wenn man in den Wald geht, dann kann man noch etwas erahnen wie es ausgesehen haben mag. Da der Vulkan immer noch nicht zur Ruhe gekommen ist und nach wie vor Asche in die Luft schießt, legt sich das als Staub über die Ganze Stadt und am ersten Tag fragten wir uns noch warum hier alles so staubig ist, der Vorhang, die Computertastatur, die Strassen, die Getränkeflaschen im Supermarkt,...

. .

. .. .

 

Nachruf Klara & Kumpel

Klara & Kumpel
(20.6.2011 - 2.11.2011)

Taurig geben wir den Verlust von Klara & Kumpel, unseren treuen Reisegefährten bekannt. Nach langer und intensiver Suche seit dem Verschwinden der Beiden, müssen wir uns mit den endgültigen Verlust abfinden.

Sie waren uns immer treue Begleiter. Von -86m bis 4.800m Seehöhe, im Regenwald und in der Wüste, an Land und auf dem Wasser, an regnerischen und an sonnigen Tagen, in guten wie in schlechten Zeiten.

Wir hoffen sie finden ein neues gutes Zuhause.

WIR WERDEN EUCH VERMISSEN!!
Klara & Kumpel

2. November - Buenos Aires

Die Stadt ist einfach riiieeesig und wir waren so glücklich wieder mal in ein richtiges Einkaufscenter zu kommen, obwohl wir ohnehin nix kaufen würden. Aber wir fühlten uns endlich wieder in der Zivilisation angekommen.

Wir genossen völlig underdresst eine Tangoshow mit 4-Gänge-Menü und einen Tagesauslfug ins Tigre Delta. Dieser Fluss ist in der Mündung so weit, dass man das andere Ufer nicht sehen kann, und so meine viele Touristen sie stehen am Meer. Das Delta ist quasi vor der Haustüre von Buenos Aires (30 min mit Zug) und im Delta selbst sind Boote das einzige Fortbewegungsmittel, also Natur pur!

Auch die walking tour (also geführte Sightseeingtour zu Fuss und mit Öffis) entführte uns in die verschiedensten Stadtteile dieser abwechslungsreichen Stadt. (Von diesem Tag, und nur von diesem Tag, existieren leider keine Fotos mehr).

Tja, und dann kam der Tag der Abreise... Eh schon zu spät dran, erreichten wir den Retiro (riesiger Busbahnhof) erst knapp vor der geplanten Abfahrt zu unserem nächsten Reiseziel. Ohne unseren Bahnsteig gefunden zu haben, musste Tabitha aber wirklich schon mal wohin und so passte Thomas auf das Gepäck auf, als ihn eine Frau ansprach. Sekundenbruchteile später, nach der Antwort "Ich spreche kein Spanisch" war DER Rucksack aber schon weg :-(

So hatten wir nur noch Sekunden um die Kreditkarte zu sperren und uns in den Bus nach Bariloch zu sitzen. Fahrtdauer: 22 Stunden. Welche Vorstellungen einem in dieser Zeit durch den Kopf gehen, ob sie mit dem Computer den Bankzugang knacken,... In Bariloche änderten wir dann in einer 2-stündigen Internetsitzung alle wichtigen Internet-Passwörter und erledigten die Polizeianzeige ohne einen einzigen englischsprechenden Beamten (Weshalb wir dann 2 Wochen später nochmals auf eine Polizeistation mussten - aber das ist eine andere Geschichte)

Tangoshow. ..Argentinies Steak (Yummie!!)

Skyline der Milionenstadt. ..Wiederaufgebautes Gebäude des ersten Lehrers in Argentinien. Steht übrigens im Tigre Delta.

27. Oktober - Mendoza

In Argentinien hat man endlich das Gefühl wieder in der westlichen Welt angekommen zu sein. Und da wir hier gerade Frühling haben, spielte auch das Gastgartenwetter mit. Richtig gemütlich war es auf der Bike & Winetour wo man mit zu alten Fahrrädern von einer Bodega zur nächsten fährt. Aber es gibt nicht nur Wein, sondern auch Olivenöl, Marmelade, Schokolade und Liköre zum kosten. Es reicht auf jeden Fall um lustig den Heimbringerdienst ins Hostel zu nützen :-)

Tabitha im Gastgarten. ... Olivenhain

Klara & Kumpel beim Olivenöl kosten. ... Klara & Kumpel im Weinfass

Bergpass bei der Anreise nach Mendoza